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Kurt Hofmann

 

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Astrologie und der Stern von Bethlehem

Früh am morgen sah ich als Wiederholung die wissenschaftliche Sendung mit Prof. Lesch (Astro-Physiker) zur Weihnachtszeit: Er unterhielt sich wie meist mit einem Freund, erzählte, dass damals die drei Weisen aus dem Morgenland Astrologen waren, die die dreifache Konjunktion am Himmel zwischen Jupiter und Saturn gesehen hatten und die himmlische Konstellation mit der Geburt des Messias in Verbindung gebracht hatten. Er sagte weiter, dass diese Konjunktion allerdings 6-7 Jahre vorher nach-weislich stattgefunden und von Jerusalem aus gesehen tatsächlich in Richtung Bethlehem gewiesen hatte. - Unsere Zeitrechnung stimmt also nicht, wie so vieles andere auch. Denken Sie nur an unsere Monatsbezeichnungen im Jahresverlauf; warum ist z.B. der Dezember (decem = 10) nach unserer Jahreseinteilung der 12. Monat? Warum der Oktober (octo = 8) der 10. Monat. Wir sehen also, dass hier durch Menschenwerk eine alte Ordnung in Unordnung gebracht worden ist. Warum würdigt die heutige Kirche zwar die drei Weisen

aus dem Morgenland und den Stern Bethlehem, doch nicht die außergewöhnliche astrologische Tatsache, dass jene Weisen eine Planetenkonstellation für das Leben auf Erden gedeutet und Erfolg gehabt hatten? Durch diesen astrologischen Akt war Jesus, der König der Könige zuerst gefunden worden. Darüber hinaus spiegelte sich das himmlische Geschehen in Form von Jupiter dem Stern der Könige und Saturn dem der Juden in dreifacher Konjunktion irdisch auch noch auf eine andere Weise wider: Die Weisen reichten Jesus ihre drei Gaben, um zu sehen, was für ein König er wirklich ist: Gold, Myrre und Weihrauch. Jesus soll alle drei Geschenke angenommen haben. Dies war für die Weisen die Bestätigung, dass Jesus nicht nur ein weltlicher,

sondern tatsächlich der König aller drei Reiche ist. Von den drei Weisen übernommen, pflegt die Kirche bis heute den Brauch, sich zu Weihnachten zu beschenken. Doch müssten Geschenke richtigerweise nicht vom Weihnachtsmann, sondern von den drei Weisen und deshalb nicht am Heiligen Abend, sondern am 6. Januar gebracht werden, dem Festtag der Heiligen Drei Könige. Diesen Umstand würdigt heute nur noch Spanien. Dort werden Geschenke am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, gemacht. -

Warum wird uns soviel vom Weihnachtsmann erzählt? Warum muss die Wissenschaft uns jetzt auf die tatsächlichen biblischen bzw. astrologischen Geschehnisse hinweisen, statt die Kirche als die eigent-liche Hüterin des christlichen Glaubens? Warum spricht sich gerade heute die Kirche gegen die Astro-logie aus? - Papst Leo X hat die Astrologie doch hoch geschätzt und sogar um 1520 gar eine Professur für Astrologie an der Sapientia, der päpstlichen Universität gegründet. Wirren und Irrungen, einst oder heute? - Passen „...die Sterne des Himmels, die dem Menschen Zeichen sein sollen (Genesis)" und nachweislich auch waren, heute nicht mehr zur ideologischen Kirchenlehre? - Glauben wir heute ledig-lich an eine Lehre, an eine Ideologie, an Dogmen statt wirklich zu glauben? - Wie schön die Hoffnung, dass im Wassermannzeitalter die Sterne auf Wahrheit und Freiheit stehen; die Zeit der Täuschungen, Wirrungen und Irrungen läuft aus, auch wenn das vielen Menschen nicht gefallen wird – die Sterne lügen eben nicht - lügen kann bekanntlich nur der Mensch!

 Udo P. Pohlner 21.12.2003

 

 

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